Die „ Parkinsong Revue“
Jetzt liegt sie hinter uns, die Premiere. All die Anstrengungen, die wir auf uns genommen haben, wurden zu der Premiere belohnt. Was liegt hinter uns? 5 Wochen Proben. Von Montag bis Freitag ca. 4 Stunden am Tag. In der Premierenwoche gab es an 3 Tagen früh und abends eine Probe. Zu den Proben haben wir uns mit unserem Regisseur Tom Quaas und unserer Parkinson Nurse Marlen Riedel zu den einzelnen Szenen ( Songs) Möglichkeiten der Darstellung erarbeitet.
Jugendliebe, die Alterssehnsucht, die Leichtigkeit und der Traum vom Fliegen sind Themen gewesen. Auch Stuhltanz und Rehasport haben wir mit eingearbeitet. Wir, das sind Monika , Martina, Micha, Elke und Andreas . Zu jeder Probe gab es erst mal eine Aufwärmrunde mit Marlen. Dehnungs- und Bewegungsübungen die uns sehr gut getan haben. Dann ging es in den ersten 2 Wochen an das Lesen der Texte und jeder konnte dazu seine Meinung und Vorstellung, wie die Darstellung zu dem jeweiligen Text aussehen könnte, erklären. Tom hat uns dabei mit viel Erfahrung und Gespür sehr geholfen. In den darauffolgenden Wochen haben wir dann die Ideen in Aktionen umgesetzt und geübt. Spannend wurde es, als wir mit den Sängern und der Band gemeinsam geprobt haben. Es musste ja unser Einsatz auch immer an der richtigen Stelle erfolgen. Zu unserer Überraschung liefen die gemeinsamen Proben recht gut. Es war aufregend und spannend zugleich, mit solch tollen Profis etwas zu gestalten. Sie waren an unseren Problemen und Eigenheiten, die der Parkinson so entwickelt, sehr interessiert und über unsere darstellerischen Fähigkeiten erstaunt.
Zur Premiere war die Anspannung doch etwas höher, waren doch etwa 180 Zuschauer gekommen.
Marlen und auch Tom hatten für jeden vom uns eine Karte geschrieben, wo sie sich für unsere Bereitschaft mitzumachen bedankt haben. Von Franziska Junge ( Grafik) bekamen wir vor der Aufführung noch ein kleines Geschenk. Auf unseren Stühlen auf der Bühne lagen dann noch Glücksbringer.
Wie am Anfang schon erwähnt, lief alles sehr gut. Am Ende gab es stürmischen Applaus. Das war schon ein tolles Gefühl.
Im Eingangsbereich haben wir , die RG Leipzig unter dem Motto“ Menschen mit MB Parkinson
 und deren Gedanken zu ihrer Erkrankung“ 5 Porträts ausgestellt. Diese Fotos und die dazugehörigen Texte haben viele Betrachter begeistert.
 
 
Andreas Held