LSVT von Andreas Held

Meine Erfahrung mit LSVT –dem intensiven Sprachtraining
 
Vor einigen Monaten hat sich Frau Meinhold, Therapeutin für LSVT, bei mir gemeldet. Sie suchte Kontakt zur Regionalgruppe.
Wir vereinbarten einen Temin.. Nach einem ausführlichen Gespräch stand für mich fest, dass ich diese Sprachtherapie testen wollte. Problemlos erhielt ich die Heilmittelverordnung für die „LSVT Therapie“ von meiner Neurologin.
20 Stunden umfasste die Therapie. Pro Woche 4mal eine Stunde war Bedingung für eine erfolgreiche Therapie.
Zu Hause musste ich noch an den Tagen mit Therapiestunde eine Übungseinheit absolvieren. An den anderen Tagen musste ich mein Übungsprogramm 2 Mal durchführen. So ergaben sich in den 5 Therapiewochen 70 Übungseinheiten. Das war anstrengend.
Ziel war es, die Muskulatur zu kräftigen, die für das Sprechen benötigt wird.
Zu Beginn wurde eine Bestandsaufnahme meiner Stimme gemacht.
Wie sahen die Übungen aus? Zu jeder Therapiestunde gab es folgende Übungseinheiten:
15 mal ein lautes langes( so lange bis die Luft alle war) „ah“ in einer mir angenehmen Tonhöhe sagen.
15 x ein lautes „ah“ so hoch wie möglich
15 x ein lautes „ah“ so tief wie möglich.
5 x 10 Sätze aus dem Alltag laut vorlesen. Diese musste ich am Anfang aufschreiben.
Danach wurde lautes Lesen geübt. Zuerst Worte, später Sätze und schließlich ganze Artikel.
In den letzten Stunden war das freie Gespräch bei gleichbleibend hoher Lautstärke Bestandteil der Therapie. Ein Computerprogramm hat alle Daten wie Lautstärke, Zeit und Frequenz aufgezeichnet.
Als Hausaufgabe mussten die Tonübungen 10 x wiederholt werden. Die Sätze sollten 3-5 wiederholt werde. Die Übungslautstärke sollte idealerweise zwischen 70 und max. 90 dB liegen.

Hat sich das intensive Üben gelohnt? - JA.

Die Sprache ist klarer und kräftiger. Der Tonumfang hat sich erweitert. Es hat sich im Hals ein
“ Gefühl“ für die Lautstärke entwickelt. Dieses signalisiert mir, ob ich laut genug spreche.
Ich kann diese Therapie nur empfehlen. Auch sollte man schon im frühen Stadium der Erkrankung damit beginnen, denn was an unserer Stimmer verlorengegangen ist, kann nur sehr schwer wieder
gewonnen werden. Frau Meinhold hat in unserer „Gesprächsgruppe am Abend“ die Therapie vorgestellt und die positive Veränderung meiner Stimme durch Grafiken und Tonaufnahmen verdeutlicht.
Wer sich für diese Therapie interessiert, kann sich an Sabine Meinhold wenden.
Die Kontaktdaten können bei mir erfragt werden.
Andreas Held